Samstag, 5. Juni 2010

Gardasee Weekend

Trailhunting macht nirgend wo sonst mehr Spaß als am Gardasee. Von jedem Berg, Hügel, Abhang oder Felsvorsprung windet sich ein mehr oder weniger schwerer Trail. Wir haben hier Trails der Stufen S2-S4 getestet und zeigen euch diese näher.

TAG 1: 601er:
Anreise mit Auto und gleich noch zum Aufwärmen den Rio Salagoni Klettersteig raufkraxln. Den Ausstieg des Klettersteigs kann man mit dem Bike einfahren und bekommt richtiges Urwaldfeeling vorlauter Pflanzen. Nach der ersten Gardasee Pasta über die Via Monte Baldo rauf bis zu einer kleinen unbewirtschafteten Hütte. Dort den Brustpanzer und die Knieschoner anlegen und über große Felsplatten runter und 2 mal die Straße kreuzen. Dann die berühmten Steintreppen runterbrettern. Von oben nach unten wird die Strecke immer technischer und verblockter. Leider haben wir auch eine Menge Biker gesehen die sich überschätzten. In Torbole angekommen ab ins Auto und zum Hotel nach Malcesine.

TAG 2: 2x Brione und Marmitte dei Giganti
Unser Mini-Trail Tag fängt in Nago an, wo wir unsere Bikes aus dem Auto ausluden und bis zur Einfahrt des Giganti Trails fuhren. Der Marmitte dei Giganti Trail ist der Trail des Enduro Wettkampfes der Garda Bike Week. Der Trail wäre nicht sehr schwer, doch um die spitzen Kurven ohne Fuß-Bodenkontakt zu fahren muss man die Tücken vorher kennen. Lieber 2 mal fahren, da der Spaßfaktor beim 2. Mal fahren massig steigt.
Der Monte Brione wurde in der letzten Ausgabe der Freeride als Flowig beschrieben also wollten wir nach dem verblockten Trail des Vortags (601er) den Flow fühlen. Der vordere Trail des Monte Brione ist die unserer Meinung nach schönste Strecke der Welt. Prefekte Mischung aus Flow und Technik und auch der Speedfaktor kommt nicht zu kurz. Immer an der Kante der 250 Meter hohen Felswand nach Torbole entlang, windet sich der Trail bis zum See hinab, doch ein Geländer schützt vor dem Abstürzen. Der Trail zog uns so in seinen Bann, dass wir nochmals den Berg raufstrampelten (trotz kaputten Schaltwerks: Gang 1-3 kaputt ). Nochmal den gleichen Trail runter und gleich durch Riva durch zum Boot welches uns zurück nach Malcesine brachte.

TAG 3: Dosso dei Roveri
Am letzten Tag unseres Gardasee Aufenthaltes hatten wir noch den Dosso dei Roveri Trail vom Monte Baldo im Visier. Gott sei Dank wurden wir bis zur Kreuzung des 601ers geshuttelt und hatten noch eine Stunde Uphill zu bewältigen. Noch kurz vor dem Trailbeginn haben wir uns auf eine Lichtung platziert und unseren inzwischen typischen Monster-Energy getrunken. Schoner anlegen und Sattel versenken, Bremsen checken  und rein in das erste Gefälle.
Von Anfang an zieht sich der Trail über leichte Links-Rechts Kurvenkombis bis ca. 1000 Höhenmeter hinab. Dort wird der Trail steiniger und Michael musste das mit einem Platten im Hinterreifen gleich erfahren. Nach mehr als 15 Minuten pumpen mit einer Dämpferpume ^^ war der Reifen wieder auf Normaldruck aufgeblasen und der Trailride konnte weitergehen. Über die im Internet als schwierig beschriebene Schlüsselstelle "Das Loch" konnten wir nur lachen. Ein 30 cm Absatz den man auch als Anfänger drüberrollen kann. Weiter unten folgen dann viele Serpentinen die aber weit genug sind um sich auch an 2-Wheel Drifts zu versuchen. Die letzten Hundert Höhenmeter sind nur mehr breite Schotterstraße mit vielen Kurven, an denen auch Anfänger das driften lernen können. Am Asphalt angekommen noch runter nach Navene und gleich zum abkühlen in den Lago springen.

Alles in allem waren die 3 Tage super gelungen und ich habe noch ein paar kleine Tipps für euch:
Bestes Essen im Norden des Sees: La Prateria in Nago. Vom See kommend durch den Ort durchfahren und dann auf der linken Seite versteckt hinter der ersten Häuserreihe. Ausgezeichnete Pizza und Pasta. Achtung Pizza nur am Abend, Pasta immer!
Mt. Brione: Um im Schatten aufzufahren am Vormittag rauftreten. Um ca 3 strampelt man in der prallen Sonne rauf.

Obernberg Freeride Wochenende





Unsere erste mehrtägige Tour führte uns nach Obernberg (in einem Seitental des Tiroler Wipptals), wo wir uns eine kleine Hütte mieten konnten.

Gleich am ersten Tag trugen wir die Bikes auf das ca. 2200 bis 2300 m hohe Portjoch (Grenze zu Italien), wo noch viele alte Schützengräben aus dem 1. Weltkrieg zu finden sind (perfekt für Fotos). Am Abend ließ man den fast perfekten Tag mit einem kühlen Bier ausklingen.


In der Früh gleich verpennt, doch dann Zeug gepackt, Sattel rauf, niedriger Gang und ca. 150 hm über der "Steiner-Alm" ab in die "Latschen" (hochdeutsch: Legföhren ^^) und den Portissentrail bis ins Tal.  Strich durch die Rechung machte uns aber ein Schwächling unter den Schaltaugen das dann noch  am Berg repariert wurde und der Ride bis zum See fortgesetzt wurde. Der steile Aufstieg zu einer Kapelle lies Michael keine Ruhe und wir nahmen noch den Abstecher zur Kapelle in Kauf. Nach einer Stärkung und Schwimmpause ohne Zwischenfälle bis ins Tal. (Tipp: Rechts über Weidegatter gehen, nicht Traktorpfad).
Im Tal mussten wir noch 2 Stunden auf den PapaShuttle warten und fanden noch einen Bach den wir mit einem Baumstamm stauten... *Baumstamm + Wasser = Herausforderung* (siehe rechts unten).
   

Nordpark - Singletrail

Letzten Frühling hat nach langjähriger Pause der Singletrail auf der Seegrube wieder aufgemacht. Eine Tiroler Trailbaufirma hat die alten morschen Stunts abmontiert und die ganze Strecke neu entworfen.

Noch vor dem Opening der Strecke haben wir unsere Bikes geschnappt und die Strecke gecheckt. Das "House" (Eine Step-Up Step-Down Kombo) hat Philipp gleich eingeweiht und Michael die perfekt geshapten Anlieger gesurft.

Der obere Teil der Strecke ist sehr flowig, gleich wie der untere Teil doch der Mittelteil ist technisch anspruchsvoll und die steilen Abgründe sind eine Probe für Bikernerven.

Heuer hat die Strecke noch mehr spaßige Gimmicks bekommen und wir werden bald auch einen ausführlichen Trailbericht posten.

Blog opening!

Hi liebe Fahrradfans!


In unserem Blog findet ihr aktuelle Berichte über unsere Touren.
"Unsere" steht in den meisten Fällen für Philipp und Michael.
Die Spezialgebiete sind Freeriding und leichtes Vertriden, doch auch CC-Touren und Bikeparkbesuche sind öfters am Programm.
Auf die Idee einen Blog zu schreiben, sind wir am Gardasee gekommen. Am Sonnenplateau des Monte Brione von der auch der "schönste Trail der Welt" startet.


Viel Spaß auf dem Blog wünschen dir
Philipp und Michael